Furry

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Der Begriff Furry fasst eine sehr komplexe und schwer zu definierende Thematik in einem Wort zusammen.

Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "Fellig" (engl. Fur = Fell)

In der Vergangenheit gab es zahlreiche Versuche den Begriff Furry in irgend einer Art zu beschreiben. Dies ist einigen in Ansätzen gelungen, jedoch gab es noch keine Definition, mit der Alle die sich Furries nennen zufrieden gestellt hätte.

Da jeder eine etwas andere Auffassung dieses Themas hat, jeder sich selbst in einer anderen Weise mit diesem Thema verbunden fühlt und es noch dazu verschiedenste Untergruppierungen innerhalb der Furry-Gemeinschaft gibt, beißt man sich daran sicherlich die Zähne aus.

Alternativ zu einer präzisen Definition - welche es möglicherweise nicht gibt - hier eine Sammlung von Texten und Definitionsversuchen, welche im Web zu finden sind.


Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Sammlung von Texten und Definitionsversuchen

[bearbeiten] Ein Definitionsversuch von cheetah (2007)

Aus dem Englischen übersetzte Version:

Das Furry-Fandom ist eine weltweite Gemeinschaft von Personen, die anthropomorphe Tier-Charaktere hoch schätzen. Menschen haben in der Kulturgeschichte immer Charaktere erschaffen, die sowohl menschliche als auch tierische Eigenschaften in sich vereinen, von steinzeitlichen Höhlenmalereien bis zu Walt Disneys König der Löwen.

Die Furry-Community entstand Mitte der 80er Jahre als ein Ableger des amerikanischen Science-Fiction- und Comic-Fandom. Einige Fans entschieden sich, gegen die Einstellung anzugehen, dass Funny Animals nur für Kinder seien. Furry-Fandom bedeutet: Funny Animals ernstgenommen. Mit der Verbreitung des Internets in den frühen 90ern verbreitete sich auch das Phänomen Furry-Fandom weltweit wie ein Lauffeuer.

Furries teilen die fantastischen Vorstellungen von Welten, die von Kreaturen bevölkert sind, die die besten Eigenschaften beider Seiten in sich vereinen: intelligente Tiere, die genau wie wir laufen, reden, denken, lieben und hassen. Wie würde es sich anfühlen, Schnurrhaare und Krallen einer Katze zu haben? Welches Leben würden wir leben, wenn wir unseren schwerfälligen Körper ablegen könnten und rennen könnten wie ein Gepard, fliegen wie ein Adler, oder jagen wie Wölfe?

Im Unterschied zu anderen Fan-Gruppen geht es im Furry-Fandom nicht um eine Sache, die von außen kommt, wie ein bestimmtes Produkt, Genre oder Person. Es geht um etwas, was tief in uns drin steckt: Kreativität, Fantasie, Spiritualität, Sinnlichkeit, den Drang zu hinterfragen wer wir sind und die Fähigkeit, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Die Möglichkeiten unsere Furriness auszudrücken sind endlos. Kunst, Literatur, Puppenspiel, Kostümierung, Theater und Musik werden von der Community erschaffen und von der heutigen Populärkultur bereitwillig aufgenommen.

Das Furry-Fandom ist eine Gemeinschaft, die gedeiht und ohne Unterlass wächst, mit ein paar tausend Anhängern in Europa, und zehntausenden weltweit.

Engischer Originaltext:

The Furry Fandom is a world wide community of people who share an extraordinary appreciation for anthropomorphic animal characters. The concept of creating charaters that share both human and animal characteristics has always been part of human culture, from early cave paintings to Walt Disney's 'The Lion King'. The community as it exists today started as an american science fiction and comic fandom spin-off in the mid 1980s, when a couple of fans decided to go against the notion that "Funny Animals" are just for kids. Furry Fandom is "Funny Animals taken seriously". With the arrival of the internet in the early 90s, the phenomenon spread over the globe like a wildfire. Furries (short for "Furry Fans") share the fantasy of worlds inhabited by creatures that combine the best traits from both worlds, sentient animals who can walk, talk, think, hate and love, just like us. How would it feel to have a cat's whiskers and claws? What lives would we live if we could strip our cumbersone human bodies, and run like cheetahs, fly like eagles, or hunt like wolves? Unlike other fan communities, the Furry Fandom is not about things that come from the outside, like a product, a gerne or a person. It's about things that come from deep within us: Creativity, fantasy, sprirituality, sensuality, the urge to question our identity and see the world from a different angle. The ways to express your "furryness" are countless. Artwork, literature, puppetry, costuming, theatre and music are both created within the community and gladly absorbed from today's pop culture. The Furry Fandom is a thriving and ever-expanding community of a few thousand individuals in Europe, and tens of thousands world wide.

Quellen: Define the undefinable! (Lifejournal Eintrag von cheetah)


[bearbeiten] Furry Poem von Croc O'Dile und Tony DeMatio (Juni 1995)

Aus dem Englischen übersetzt von Felfur

Wenn du die wahre Bedeutung von "Furry" verstehen willst
Mußt du in Begriffen wie "Pfote" und nicht wie "Hand" denken
Du must deinen Geist/Seele/Gedanken vom Käfig der Gesellschaft befreien
Weil Furrys keine Rasse, Geschlecht, Glaube/Religion oder Alter bevorzugen

Du must sortieren/aussuchen/aussondern durch das Aufgeblähte/übertreibung/Rummel und die Ausbeutung/Ausnutzung
Weil "Furry" zu sein keine Rechtfertigung braucht
Es ist das Unbekannte zu erreichen und umarmen
Von Freunden umgeben zu sein und doch noch allein

Es ist kein Spiel oder politische Bewegung
Es ist nicht so anmaßend wie eine Methode der Verbesserung
Es ist nur Trost zu suchen in der Anwesenheit von Freunden
Denn wenn jemand Furry ist endet die Suche nie

Es bedeutet manchmal seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen
Es ist zu oft unsicher sein über die Tiefe der Hingabe (an das Furry-tum)
Es ist der süße Schmerz über die Unmöglichkeit von Träumen
Es ist nie so nah oder so fern wie es scheint

Es ist ein Gefühl das man weiß ohne das Worte gesprochen wurden
Es ist das unvermeidlich manchmal ein Herz das gebrochen ist
Es ist die Art von Liebe die heute ist Klische
Es ist Erfahrung bekommen vom Lernen auf dem harten Weg

Es ist ein Milchtritt/treteln, ein mit-der-Zunge-herumlecken, ein Grollen oder Schnurren
Es sind Schuppen und Schnurrhaare und Schwanz und Fell
Es ist was wir sind, nicht äußerlich sondern in uns drin
Es ist die bindende Kraft die uns alle blutsverwandt macht

Es ist ein Heulen zur Begrüßung von Freunden wert gehalten
Es ist ein sträubendes/Haare-aufstellendes Knurren/Grollen wenn mit Angst konfrontiert
Es ist ein freundliches Lecken oder Kratzen um zu Zeigen das man sich etwas bedeutet
Es ist ein tiefes Verständnis/verstehen ein Mitgefühl das selten (geworden/geblieben) ist

Falls du immer noch nicht begreifst was es heißt/bedeutet Furry zu sein
Dann nimm diesen Ratschlag mein neugieriger Freund
Wenn du willends bist das zu respektieren was du nicht verstehst
Dann komm und nimm meine Pfote und ich nehm dich bei der Hand

Originalversion

If the true meaning of furry you wish to understand
You must think in terms of paw and not hand
You must release your mentality from society's cage
For furry prefurs no race, sex, persuasion or age

You must sort through the hype and the exploitation
Because to be furry needs no justification
It is to reach out and embrace the unknown
To be surrounded by friends and yet still be alone

It is not a gimmick or a political movement
It's nothing so pretentious as a method of improvement
It's only to seek solace in the presence of friends
For when one is furry, the search never ends

It is sometimes to be controlled by one's emotions
It is to often be unsure of depths of devotion
It is the sweet pain of impossible dreams
It is never quite as close or as far as it seems

It is feelings being known without words being spoken
It is the inevitable occasional heart being broken
It is the type of love that now seems cliche
It's experience gained from having learned the hard way

It's a smurgle, a fuzzle, a rumble or purr
It's scales and whiskers and tails and fur
It's what we are, not outside but within
It's the binding force that makes us all kin

It's a howl in greeting to friends held dear
It's a bristling growl when confronted by fear
It's a friendly lick or scritch to show that we care
It's a deep understanding, a compassion that's rare

If what it is to be furry you still don't comprehend
Then consider this advice, my curious friend
If you're willing to respect that which you don't understand
Then come take my paw and I'll take your hand.

Quellen:
Felfurs Übersetzung
Originaltext


[bearbeiten] Ein Definitionsversuch von MisterBrisby (Datum unbekannt)

Furry ist ein in erster Linie sehr weit gefasster, unspezifischer Begriff. Der Begriff "Furry" kann sowohl als Adjektiv als auch als Substantiv, welches die Person meint die furry ist, verwendet werden. Manchmal wird der besseren Unterscheidbarkeit halber, auch von "Furs" anstelle von "Furries" gesprochen. Als Furry werden nämlich auch Mischwesen aus Mensch und Tier bezeichnet, meist handelt es sich dabei um aufrecht gehende Wesen, die einen menschlichen Körper mit Fell und Tier-Schwanz haben, sowie den Kopf und manchmal auch die Hinterbeine eines Tieres (bekannte Beispiele: Bugs Bunny , Der Fuchs aus der "Schwäbisch-Hall"-Werbung, der gestiefelte Kater, Toni Tiger aus der "Kellogs Frosties"-Werbung, etc.). Diese Wesen werden auch als "Anthros" bezeichnet. Wie so viele Dinge kam auch die "Furriness" aus den USA zu uns nach Europa, wo sie erst in den letzten 15 Jahren (durch die Verbreitung des Internets) Fuß gefasst hat und sich in den letzten Jahren immer weiter verbreitet hat, auch wenn es weiterhin eine sehr exotisch erscheinende und kaum verstandene Sache ist, wenn man sagt, man sei ein Furry.

"Furry" ist im Allgemeinen eine Bezeichnung für Leute, die im Grunde mindestens eine Sache gemeinsam haben, eine Verbindung und Zuneigung zu Tieren im Allgemeinen und/oder zu anthropomorphisierten ( = vermenschlichten ) Tieren im Besonderen.

Diese Verbindung kann die verschiedensten Charakteristika haben.

Religion: Manche Furries haben eine sehr religiöse Verbindung zu Tieren. Dazu gehört z.B. der Glaube, daß man die Seele eines Tieres besitzt, die nur im Körper eines Menschen gefangen ist. Andere wiederum sind der Überzeugung, im früheren Leben ein Tier gewesen gewesen zu sein und das sich gewisse Eigenschaften und Angewohnheiten aus diesem früheren Leben bis in ihr jetziges Dasein erhalten haben. Eine kleinere Gruppe des Furry Fandoms ( = der Gemeinschaft ) ist der Überzeugung, in der Lage zu sein, sich geistig oder sogar körperlich in ein Tier zu verwandeln. Für eine geistige Verwandlung wird z.B. Meditation benutzt, um sich in ein wild lebendes Tier, meist ein Raubtier hineinzuversetzen und dann für eine Zeitlang im Körper dieses Tieres zu leben.

Kunst: Viele Furries bewundern einfach die Schönheit des Aussehens von Tieren und zeichnen und malen sie in den verschiedensten Stilrichtungen, besonders beliebt ist aber ein eher Trickfilm-artiger Stil, wie er zum Beispiel in Disneys "Der König der Löwen" vertreten ist, welcher den Vorteil hat, daß man dem Tier eine Mimik verleihen kann, die bei einer realitätsnäheren Stilart nicht möglich wäre. Oft sind "Furry artists" darauf bedacht, ihre Bilder möglichst naturalistisch ausehen zu lassen. Generell ist ein großer Teil der Furries künstlerisch aktiv und zeichnet, was sich in der Masse der im Internet veröffentlichen Bilder und der Größe der Internetarchive für die "Furry art" widerspiegelt. Der allgemein ungewzungene Umgang mit dem Thema Sexualität in der Fandom findet seinen Ausdruck in dem großen Anteil erotischer/pornographischer Zeichnungen, die Anthros verschiedenster sexueller Richtungen und mit den verschiedensten Fetischen beim Sex zeigen. Solche Bilder werden meist als "yiff art" bezeichnet. Doch Illustrationen sind längst nicht die einzige Form von Kunst, die sich in der Fandom finden läßt. Die starke Identifikation mit Tieren führt zur Anfertigung von Kostümen die in den meisten Fällen Anthros darstellen. Die Kostüme sind sehr aufwendig gefertigt und das Ergebnis langer Arbeit. Solche Kostüme werden "fur suits" genannt und sind oft Ganzkörperkostüme, aber es gibt auch Suits, die nur aus Kopf-, Hand-, Fuß- und Schwanz-Teilen bestehen und der restliche Körper von normaler Kleidung bedeckt ist. Öfters zu finden, auch weil weniger aufwendig in der Herstellung als ein mehrteiliger Suit, sind die "tails", dabei handelt es sich um selbstgebaute Tierschwänze, die einfach umgeschnallt werden. Warum trägt man solche Kostüme? Die allerhäufigste Antwort, die man auf diese Frage kriegen wird ist "Weil es Spaß macht". Der Spaß,einen solchen Suit zu bauen, sich zu verkleiden, Aufsehen zu erregen und in eine andere Rolle zu schlüpfen ist in der Tat die überwiegende Motivation unter "Fursuitern".

Philosophie: Wieder Andere bewundern einfach die Einfachheit und Erfülltheit des tierischen Lebens im Vergleich zum oft komplizierten und sinnkrisenbehafteten Leben des Menschen. Die vielen Sorgen und Grenzen der menschlichen Existenz, lassen das Leben und der Tiere attraktiver erscheinen, trotz oder gerade wegen der eingeschränkten Intelligenz der Tiere, die sich nur auf "das Wesentliche" konzentriert. Um seine Verbundenheit auch nach aussen zeigen zu können (oder einfach weil es gut aussieht), tragen viele Furries Hundehalsbänder, teils sogar mit Marken. Die Zuneigung zu Tieren führt auch zu einem Engagement einiger Furries im Umweltschutz und zur Mitgliedschaft in Umwelt- und Tierschutzorganisationen. Einige Furries sind Vegetarier bzw. Veganer, aus dem naheliegenden Grund, daß man wenn man Tiere liebt, auch keine Tiere töten soll.

Community: Die furry Mentalität im Allgemeinen ist geprägt durch die bunt gemischte Zusammenstellung des Fandoms. Furriness ist durch die globale Vernetzung via Internet zu einem globalen Phänomen geworden, auch in Europa wäre es ohne Internet kaum zur Entstehung einer zusammenhängende Gemeinschaft gekommen, dazu waren und sind Furries nach wie vor zu dünn gesät. Viel der Aktivität spielt sich in IRC-Chats, Webforen oder auf kleineren, regionalen Treffen ab. Die größten europäischen Treffen ("Conventions") von Furries sind die Eurofurence (EF) mit inzwischen durchschnittlich 500 Teilnehmern und die Mephit Mini Con (MMC) mit max. 300 Teilnehmern, die einmal jährlich stattfinden.

Einfach weil es gefällt: Oft ist nicht mehr dabei, als "Furry art" zu mögen, sich gern Cartoons mit Tieren und Anthros anzuschauen und Tiere zu mögen, um bereits ein Furry zu sein, wenn man denn Teil dieser Gemeinschaft sein möchte und all die verschiedenen Menschen in ihr toleriert. Es gibt keine "Aufnahmekriterien" oder Leute, die sich beschweren würden, man sei kein echter Furry, weil man diese oder jene Eigenschaft nicht besitzt.

Quellen: Furbase.de

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